Irgendwie lässt mich das Thema soziale Netzwerke in letzter Zeit nicht los. Ich bin gerade in der Vorbereitung zu einer Prüfung zur Vorlesung Komplexitätstheorie (und effiziente Alogrithmen). Dabei kommt man zwangsläufig nicht um Grapgentheorie herum. Das erinnerte mich dann wieder an ein Bild auf Wikipedia, dass ich bereits in einem anderen Eintrag erwähnt hatte. Diesmal fiel mir allerdings auf, dass soziale Netzwerke scheinbar als ungerichtete Graphen repräsentiert werden.
Warum eigentlich ? Gibt es nicht auch gerichtete Beziehungen ?
Ungerichtete Graphen geben meiner Ansicht nach nur “Freunschaftsbeziehung” wieder. Also eine Art symmetrische Relation zwischen zwei Objekten. Wenn PersonA mit PersonB befreundet ist, dann ist auch PersonB mit PersonA befreundet.
Was ist aber mit gerichteten Beziehungen. Diese scheinen in den meisten Fällen in denen soziale Netzwerke betrachtet werden einfach ignoriert zu werden. Aber was ist zum Beispiel, wenn jemand Fan von jemand anderem ist. Ich bin z.B. großer Fan der Band Metallica. Allerdings ist Metallica (sehr !!!) wahrscheinlich nicht Fan von mir. Wahrscheinlich wissen die noch nicht einmal etwas von meiner Existenz. “Fan sein” ist also keine symetrische Relation.
Ich denke dieses kleine Beispiel genügt um zu verdeutlichen, dass man sich vielleicht einmal Gedanken darüber machen sollte wie man soziale Netzwerke modelliert. Unsere Welt ist nämlich nicht ungerichtet.